Projektergebnisse
Das Forschungsprojekt PalletFlow hat die Entwicklung und Machbarkeitsprüfung eines innovativen Schiene-Straße Transportnetzwerkes für palettenbasierte Teilladungs- und Ladungsverkehre zum Ziel.
Das Projekt besteht aus sechs Arbeitspaketen und ist in 2 Phasen untergliedert (vgl. Abbildung 1): in der ersten Phase wird das Systemkonzept detailliert und das Marktpotenzial von PalletFlow ermittelt. In Phase 2 erfolgen die Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie die technische Umsetzung des Systems.
Phase 1 wurde mit der Analyse des Marktpotenzials abgeschlossen. Durch die Abschätzung konnte die Frage beantwortet werden, welches marktseitige Potenzial bei Umsetzung des Systems besteht. Dazu wurde ein mehrstufiges Erhebungskonzept entworfen, das eine möglichst umfassende Bewertung der Marktgröße erlaubt. Über die Auswertung von Verkehrsstatistiken und Güterstromdaten sowie der Durchführung von Interviews mit Unternehmen der verladenden Wirtschaft konnte die Transportmenge auf der Straße bestimmt werden, die potenziell auf PalletFlow verlagert werden kann. Im Durchschnittsszenario wurde ein Potenzial von etwa 63 Mio. to pro Jahr für den innerdeutschen und grenzüberschreitenden Verkehr errechnet, was rund 3,5 Mio. LKW-Ladungen oder einer CO2-Einsparung von etwa 1 Mio. to entspricht.
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung in Phase 2 hat ergeben, dass PalletFlow abhängig von der Relation und der Ausgestaltung des Systems im Durchschnitt ab einer Transportweite von 350 km wettbewerbsfähig zum unimodalen Straßengüterverkehr betrieben werden kann. Daneben konnte im Rahmen einer Machbarkeitsprüfung die Funktionalität innovativer Identifizierungs- und Ortungstechnik zur Automatisierung des Umschlagsprozesses bestätigt werden. Hierzu wurde ein Demonstrator am Umschlagsknoten Schweinfurt installiert (vgl. Abbildung 2).
Mittlerweile hat das PalletFlow-Projekt die Pilotphase erreicht. Im November 2010 konnte die Praxistauglichkeit von PalletFlow in einem ersten Pilotlauf erfolgreich nachgewiesen werden: 46 Tonnen Papier des Herstellers Smurfit Kappa wurden in Karlsruhe per Lkw abgeholt und in Kornwestheim mit PalletFlow auf die Schiene umgeschlagen (vgl. Abbildung 3). Nach einem erneuten Umschlag im Zielterminal Lübeck konnte die Sendung 48 Stunden später in Hamburg in der geforderten Zeit und Qualität zugestellt werden. Dem Pilotlauf schlossen sich zwei weitere Läufe mit gleicher Dimensionierung an.
Abschlussveranstaltung Intelligente Logistik
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Intelligente Logistik“ fand am 20. und 21. September 2011 in Berlin statt.
Im Mittelpunkt standen Projektpräsentationen sowie die Ergebnisse der Evaluation.
Zu den Vorträgen...
Ansprechpartnerin:
silke.kremer(at)de.tuv.com


