INWEST

Intelligente Wechselbrückensteuerung

Das Projekt Inwest hat die Reduktion des Verkehrsaufkommens im Bereich des Waren- und G?terverkehrs der Postlogistik durch eine Verbesserung der Zulaufsteuerung auf Basis

  • innovativer logistischer Informations-, Planungs- und Steuerungsverfahren,
  • den Einsatz neuer Technologien zur Identifikation und
  • Ortung von Wechselbrücken sowie durch geeignete Softwaresysteme zu deren Umsetzung

zum Ziel.

Es wird ein Entscheidungssystem entwickelt, mit dem die Nutzer in der Lage sind ihre Tourenplanung zu optimieren, unter Berücksichtigung der Verkehrsvermeidung. Dabei sollen neue Ortungs- und Identifikationssysteme an Wechselbrücken zum Einsatz kommen. Eine wichtige Aufgabe ist dabei die Konzeption und Entwicklung der sog. Ortungsbox und die für die Planung und Steuerung erforderliche Software, die sog. Middleware. Die Planungssicherheit im kombinierten Verkehr soll erhöht und die Transporteinheiten besser genutzt werden.

Projektdetails

Lösungsansatz

Ein wesentliches Potential des Forschungsvorhabens liegt in der Verknüpfung vorhandener Technologien sowie wissenschaftlicher Methoden. Im Rahmen von Inwest erfolgt die Konzeption und Entwicklung von Ortungs- und Kommunikationstechnologien sowie einer Software zur optimierten Planung - und Steuerung im Umfeld der Wechselbrücken. Dabei wird nach einer effizienten Verknüpfung der Technologien gesucht sowie eine Software, welche die logistischen Zielgrößen für die Planung und Steuerung berücksichtigt. Das ganze System nennt sich "Intelligente Wechselbrückensteuerung". Eine besondere Bedeutung kommt einem kleinen Modul zu, das in die Wechselbrücke eingebaut wird. Die kleine, unauffällige Box  enthält ein Ortungs- und Kommunikationsmodul. Eine Evaluierung des Systems erfolgt in den Pilot- und Feldtests.

 

Umsetzungskonzept

Ziel von Inwest ist es, die intelligente Wechselbrückensteuerung für die Branchen der KEP Logistik und der Kontraktlogistik anzuwenden. Es soll das entwickelte Verfahren in zwei Anwendungsszenarien erprobt werden und im Rahmen von Pilot- und Feldtests die Verkehrseffekte (Straßengütertransport) insgesamt quantifiziert werden. Langfristig soll Inwest zu einer Vermeidung des Verkehrsaufkommens führen und eine branchenübergreifende Methodik zum Ziel haben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Durchführung der Tests, um Realdaten für die Evaluierung der entwickelten Systemelemente zu gewinnen.

 

Erwartete Ergebnisse

Ein wesentliches Ergebnis des Inwest Projektes wird eine sog. Blackbox zur Ortung und Identifikation von Wechselbehältern sein. Die daraus generierten Geokoordinaten werden von der sog. Middleware aufgenommen und intelligent verarbeitet, so dass daraus eine Optimierung in der Planung und Steuerung resultiert. Dieses Softwaresystem ist für die Datenaufnahme sowie die Weitergabe an die operativen Systeme zustündig, um eine verbesserte Disposition zu realisieren und so eine Verkehrsvermeidung nachhaltig zu verwirklichen. Die wesentlichen Inwestprodukte (Blackbox und Middleware) sind nicht ausschließlich in der Postlogistik anwendbar. Das Inwest System kann  in weiteren logistikorientierten Branchen Anwendung finden, so z.B. in der Automobillogistik und Luftfahrtindustrie, ihre Anwendung. Überall dort wo logistische Ladungsträger eine wichtige Rolle für den Transport spielen kann das Inwestprodukt zum Einsatz kommen und einen Beitrag zur Verkehrsvermeidung leisten.

Projektpartner

BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH (BIBA)
Hochschulring 20
D-28359 Bremen

Christian Gorldt

Projektleitung, wissenschaftliche Begleitung

Telefon: +49 421 218 5580
Telefax: +49 421 218 5640
Mail:      Opens window for sending emailgor(at)biba.uni-bremen(dot)de


Deutsche Post AG, Bonn 
Projektleitung Industrie und Anwendungspartner für Feldversuche

DHL Solutions Fashion GmbH, Essen
Anwendungspartner für Feldversuche

Micromata GmbH, Kassel
Entwicklungspartner Software

OHB Teledata GmbH, Bremen
Entwicklungspartner Hardware

Projektergebnisse

Im Rahmen des Forschungsprojekts Inwest sind innovative Produkte im Umfeld der Software- sowie Telematiklösungen entwickelt worden. Ziel war es, eine Optimierung der Zulaufsteuerung von Wechselbehältern zu erreichen, um einen Beitrag zu verkehrsreduzierenden Strukturen zu leisten.

Der Einsatz der Inwest Lösungen ermöglicht neue Logistikkonzepte in Planung und Steuerung von Logistikdienstleistungen. Unter anderem können neue Strukturen in der Wechselbrückensteuerung verwirklicht oder die technische Grundlage für die Realisierung autonomer und sich selbst steuernder Logistikobjekte gelegt werden. Bisher entwickelte Lösungsansätze sind nur zu oft daran gescheitert, dass keine Durchgängigkeit in der Lieferkette in Aussicht gestellt werden konnte. In Modellversuchen ergaben sich Optimierungen, die jedoch im realen Umfeld spätestens an den Medienbrüchen zwischen den Gliedern der Lieferkette gescheitert sind, ein integratives Vorgehensmodell fehlte meist. Ein durchgängiges ganzheitliches Supply Chain Management scheint in absehbarer Zeit auch in organisatorischer Hinsicht durch den Einsatz von Telematik und GPS/Galileo sowie damit verbundenen IT"Systemen realisierbar zu sein. Im Projekt wurden die nachfolgenden Lösungen erarbeitet.

Inwest Lösungen:

  • Einsatz von innovativen Planungs- und Steuerungsmethoden
  • Entwicklung einer intelligenten Telematikeinheit
  • Entwicklung eines Softwaresystems zur Umsetzung innovativer Planungs- und Steuerungsmethoden

Die Wirksamkeit der zum Projektbeginn dargestellten forschungsleitenden Hypothese wurde im Rahmen von Feldversuchen überprüft. Insgesamt wurden 100 Telematikeinheiten im logistischen Netzwerk der Anwendungspartner eingesetzt, um die Planung und Steuerung der Prozesse im Hinblick auf verkehrsreduzierende Strukturen zu optimieren. Das entwickelte Softwareprodukt "Genomics" unterstützt die Anwender bei der Tourendisposition und leistet einen wichtigen Beitrag einer ökologieorientierten Logistik. Bereits in der Feldtestphase lag die durchschnittliche Nutzerakzeptanz oberhalb von 70% und das Gesamtsystem zeigte eine hohe Robustheit. Das Inwest System konnte auf ausgewählten Strecken die Forderung nach 10% Verkehrsvermeidung erfüllen und zeigt somit Einsatzmöglichkeiten und Potentiale von Informations- und Kommunikationstechnologien für intelligente Logistik auf.

 

Evaluation abgeschlossen

Ziel der externen Evaluation des Förderprogramms "Intelligente Logistik im Güter- und Wirtschaftsverkehr" war es, die Wirkungen der verschiedenen Verbundprojekte einer schlüssigen und begründeten volkswirtschaftlichen Gesamtbewertung zu unterziehen.

Opens internal link in current windowWeitere Informationen

Abschlussveranstaltung Intelligente Logistik

Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung "Intelligente Logistik" fand am 20. und 21. September 2011 in Berlin statt.

Im Mittelpunkt standen Projektpräsentationen sowie die Ergebnisse der Evaluation.

Opens internal link in current windowZu den Vorträgen

Ansprechpartnerin:
Opens window for sending emailsilke.marre(at)de.tuv(dot)com



Übersicht