TransMat

Lokaler Transportauftragsmarkt für selbständige Nachauftragnehmer der letzten Meile

Ziel von "TransMat" ist die Einführung einer durchgängigen, softwaregestützten Plattform, die von der automatischen Disposition mit Optimierungsalgorithmen bis zur Verhandlung freier Kapazitäten durch selbständige Nachauftragnehmer mit Hilfe der mobilen GPS-/GSM-/GPRS-/UMTS-Geräte alle Prozesse innerhalb der Logistikkette effizient unterstützt. Die offene Plattform soll die Involvierung aller lokal agierenden Kurierdienste ("letzte Meile") für das Verhandeln freier Kapazitäten und damit die Nutzung von Synergien ermöglichen, was unmittelbar eine Reduzierung der bisherigen Fahrzeugkilometer durch eine höhere Auslastung auf der letzten Meile generiert. Gleichzeitig leistet das "TransMat" Projekt einen wichtigen Beitrag zur CO2-Emmissionsreduzierung und somit zur Energieeffizienzsteigerung. Effizienzsteigerung und CO2-Effizienz meinen im "TransMat"-Kontext die Erreichung der gleichen Verkehrsleistung (zur Bedienung der gleichen Nachfrage) unter Verringerung der Umweltwirkungen.

 

Projektdetails

Ausgangssituation und Lösungsansatz

Für die operative Transportlogistik ist die "letzte Meile", d. h. der letzte Abschnitt der Transportkette zwischen Ende des Hauptlaufs und Erreichen des Empfängers, eine besondere organisatorische und logistische Herausforderung (z. B. unrentable Streckauslastungen bei gleichzeitiger Bedienung durch mehrere Anbieter, hohe Anzahl von langen Unterbrechungen für die Auslieferung von nur jeweils einer Sendung). Zukünftig sollen kleinere Aufträge, die zeitlich und räumlich kompatibel sind, unter der zu Hilfenahme der "TransMat" Plattform sowie der "TransMat" Optimierungsalgorithmen zu einer Tour zusammengefasst werden. In Folge kommt es zu Auslastungssteigerungen regionaler Kurierdienste und betriebswirtschaftlich sowie ökologisch erwünschten Verbesserungen auf Seiten der Logistik-Dienstleister aber auch für selbständige Nachauftragnehmer.

 

Projektpartner

M-Bis GmbH

Keplerstraße 1
D-39106 Magdeburg

Markus Lüken (Projektleiter)

Telefon: +49 391 53 15 00 11
Fax:       +49 391 53 15 00 19
Mail:       Opens window for sending emailmarkus.lueken(at)m-bis(dot)de


Magdeburger Flitzer GmbH

LSL Logistik Service Lüneburg e. K.

Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung (IFF), Magdeburg

 

Projektergebnisse

TransMat hat eine durchgängigen, softwaregestützten Plattform erarbeitet, die von der automatischen Disposition mit Optimierungsalgorithmen bis zur Verhandlung freier Kapazitäten durch selbständige Nachauftragnehmer alle Prozesse innerhalb der Logistikkette effizient unterstützt. Die geschaffene Plattform ist als offenes System konzipiert und umgesetzt worden und kann die Involvierung aller lokal agierenden Kurierdienste ("letzte Meile") für das Verhandeln freier Kapazitäten und damit die Nutzung von Synergien erm?glichen.


Die Plattform selbst ermöglicht die Verbindung zu verschiedenen ERP-Systemen der KEP-Dienstleister und unterstützt die automatische Disposition, das Verhandeln von freien Kapazitäten bzw. abzugebende Sendungen, eine Routenberechnung sowie die automatische Abwicklung der Verrechnung abgegebener bzw. übernommener Sendungen.
Durch den Einsatz der TRANSMAT Software-Plattform im Dispositionsprozess konnten folgende Ergebnisse erzielt werden:

  • Offene Schnittstelle zu den internen Systemen der KEP-Dienstleister
  • Automatische und damit effiziente und schnelle Aufteilung der Lieferungen auf die vorhandenen Fahrzeuge und Strecken
  • Automatische Fahrzeug- und Streckenoptimierung mit manuellen Kontrollmöglichkeiten
  • Ermittlung freier Kapazitäten oder verhandelbarer Sendungen 
  • Entscheidungsoptimierung für den Disponenten, ob eine Ladung abgegeben oder noch Sendungen übernommen werden sollten

Durch die automatische Disposition kann die bisher angewendete manuelle Routenerstellung wesentlich verkürzt werden. Zusätzlich kann durch die automatisch unterstützte Zuordnung der Sendungen zur eigenen Ausfahrt, Abgabe bzw. die zusätzliche Aufnahmemöglichkeit von Sendungen die eigene Verhandlungsbasis erzeugt werden. Die Randbedingungen, wann z.B. Ladung abgegeben werden soll, sind routen- und fahrzeugabhängig und können individuell vom Disponenten festgelegt werden. Durch die Verhandlung soll erreicht werden, dass die eigenen Touren optimal ausgelastet werden und damit Zeit, Fahrzeugkilometer und damit der Emissionsausstoß auf der letzten Meile reduziert werden.

Die integrierte Routenoptimierung berücksichtigt u.a. Sendungszeiten, Sondersendungen, etc. Die Daten werden in allgemein lesbarer Form ausgegeben und können z.B. in den Navigationsgeräten der Fahrer eingelesen und damit ohne weiteren Zeitaufwand direkt verwendet werden.

Evaluation abgeschlossen

Ziel der externen Evaluation des Förderprogramms "Intelligente Logistik im Güter- und Wirtschaftsverkehr" war es, die Wirkungen der verschiedenen Verbundprojekte einer schlüssigen und begründeten volkswirtschaftlichen Gesamtbewertung zu unterziehen.

Opens internal link in current windowWeitere Informationen

Abschlussveranstaltung Intelligente Logistik

Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung "Intelligente Logistik" fand am 20. und 21. September 2011 in Berlin statt.

Im Mittelpunkt standen Projektpräsentationen sowie die Ergebnisse der Evaluation.

Opens internal link in current windowZu den Vorträgen

Ansprechpartnerin:
Opens window for sending emailsilke.marre(at)de.tuv(dot)com



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