Projektdetails
Ausgangssituation
Gegenwärtig werden rund 70 % des jährlichen Güterverkehrsaufkommens nach Tonnenkilometern in Deutschland mittels Lkw abgewickelt. Obwohl der Verkehrsträger Schiene insbesondere im Langstreckenverkehr wirtschaftlich potentiell deutliche Vorteile bietet, fällt die Entscheidung häufig zu Gunsten der Straße aus. Attraktive Transportkonditionen ergeben sich meist nur für Unternehmen mit direktem Bahnanschluss und einem Versandaufkommen in Größenordnungen von Wagengruppen und ganzen Zügen. Darüber hinaus ist für die große Mehrheit der versendenden Unternehmen eine zeitliche Flexibilität in Bezug auf den Versandzeitpunkt unabdingbar, so dass der Transport per Bahn für bedeutende Anteile des Güterverkehrsaufkommens nicht in Betracht gezogen wird.
Lösungsansatz
Ein praktikables Konzept, das hier einen Ausweg schafft, ist der Kombinierte Verkehr, kurz KV, nach dem Modell Straße-Schiene-Straße. Die flächendeckende Verfügbarkeit des Lkw wird hier mit den ökologischen und ökonomischen Vorteilen des Transports per Bahn im Langstreckenverkehr verbunden. Bisher konnte dieses Verfahren jedoch nur für Container und Wechselbehälter nennenswerte Akzeptanz erzielen. In der nationalen Distribution dominieren jedoch Sendungseinheiten, die vorwiegend standardisierte Ladehilfsmittel wie Paletten, Gitterboxen oder Gestelle nutzen. Bislang fehlen für die Verladung solcher Sendungseinheiten in Güterwaggons automatisierte Systeme sowohl im Kombinierten Verkehr als auch im Direktverkehr auf der Schiene. Stattdessen kommen personalintensive, manuell bediente Flurförderzeuge zum Einsatz.
Ziele und erwartete Ergebnisse
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, dieses Manko durch die Entwicklung eines neuartigen Verladesystems mit Fahrerlosen Flurförderzeugen, kurz FTS-Verladesystem, zu beheben. Das neue FTS-Verladesystem wird in der Lage sein die Be- und Entladung von Güterwaggons mit palettengebundenen Sendungseinheiten automatisiert durchzuführen.
Mit dem neuen FTS-Verladesystem wird die Unternehmenslogistik über eine Verladetechnik verfügen, die es ermöglicht, auch Güterwaggons effizient, flexibel und automatisiert zu be- und entladen. Gegenüber der herkömmlichen manuellen Verladung zeichnet sich das neue System durch zeitliche Unabhängigkeit und Flexibilität aus. Anwendungen ergeben sich europaweit in allen Branchen immer dort, wo hohe Umschlagleistungen bei der Be- und Entladung von Güterwaggons zu erbringen sind.
Abschlussveranstaltung Intelligente Logistik
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Intelligente Logistik“ fand am 20. und 21. September 2011 in Berlin statt.
Im Mittelpunkt standen Projektpräsentationen sowie die Ergebnisse der Evaluation.
Zu den Vorträgen...
Ansprechpartnerin:
silke.kremer(at)de.tuv.com