Projektergebnisse AutoVer
Ziel des Forschungsprojekts „AutoVer“ war die Entwicklung eines neuartigen FTS-Verladesystems, welches selbstständig in der Lage ist, Güterwaggons zu be- und entladen. Zur Realisierung dieses Vorhabens wurden im Einzelnen die im Folgenden beschriebenen Aufgabenstellungen gelöst.
Autonome Ladungspositionserkennung
Vor Aufnahme einer Ladeeinheit, beispielsweise einer Palette, ist ihre Position im Laderaum des Transportmittels zu bestimmen. Dieser Vorgang ist unerlässlich um Fehlfunktionen bedingt durch Abweichungen von Soll- und Ist-Zustand der Ladung auszuschließen. Derartige Abweichungen können etwa durch Abweichungen vom Beladungsplan seitens des Versenders oder das Verrutschten der Ladung während des Transports entstehen. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde ein Verfahren entwickelt, dass diesen Anforderungen Rechnung trägt und die Position von Ladungen berührungslos und autonom durch Abtastung der Umgebung mit einem Laserscanner bestimmt.

- Bild 2: Ladungspositionserkennung mittels Laserscanner
Autonome Lokalisierung
Auf Grund der hohen Anzahl der am Kombinierten Verkehr beteiligten Waggons, können die üblicherweise für die Lokalisierung von Fahrerlosen Flurförderzeugen verwendeten Orientierungshilfen, wie Reflektormarken, Bodenmagnete oder Leit-drähte nicht für die Navigation innerhalb der Laderäume eingesetzt werden. Die Lokalisierung, also die Bestimmung von Position und Orientierung des FFZ in Bezug zu seiner Umgebung, bildet die Grundlage jedes Navigationssystems. Für das Forschungsprojekt wurde ein autonomes Lokalisierungssverfahren implementiert, welches einen Laserscanner verwendet, ohne jedoch auf Reflektoren oder andere künstliche Landmarken in der Umgebung angewiesen zu sein.
Fahrwegplanung
Anhand der Ergebnisse von Ladungspositionserkennung und Lokalisierung werden zunächst Trajektorien und hieraus Fahrbefehle für das FFZ abgeleitet. Die Fahrwegplanung gliedert sich im Wesentlichen in die Einfahrt in den Waggon, die Anfahrt der Paletten mit der vorgegebenen Orientierung, die Aufnahme der Last mit Hilfe der Gabel und die Ausfahrt aus dem Waggon.
Labor-Demonstrator
Zur Erprobung und Optimierung der Entwicklungen wurde ein Demonstrator-Fahrzeug konstruiert, welches die konzeptionellen Anforderungen berücksichtigt und einfach an Testszenarien und Umgebungsbedingungen angepasst werden kann.
Industrie-Demonstrator
Für die abschließende Validierung der grundsätzlichen Tauglichkeit aller Entwicklungen im praktischen Einsatz wurde ein Demonstrator-Fahrzeug entwickelt, das industriellen Anforderungen standhält. Mittels dieses Fahrzeugs konnten die automatisierten Abläufe erfolgreich unter Praxisbedingungen getestet werden.
Abschlussveranstaltung Intelligente Logistik
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Intelligente Logistik“ fand am 20. und 21. September 2011 in Berlin statt.
Im Mittelpunkt standen Projektpräsentationen sowie die Ergebnisse der Evaluation.
Zu den Vorträgen...
Ansprechpartnerin:
silke.kremer(at)de.tuv.com
