Projektdetails
Die Stärkung des intermodalen Verkehrs und die Verlagerung auf die Schiene ist und bleibt ein Kernthema im Alpenraum. Im Rahmen der internationalen Forschungsinitiative SPIN ALP mit Partnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden Verfahren, Methoden und Instrumente entwickelt, welche die Transparenz und die Bereitschaft erhöht intermodale Verkehrsträger in die Transportplanung mit einzubeziehen. SPIN ALP verfolgte folgende Projektziele:
- Mobilität der Zukunft sichern: Erhöhung des Schienenverkehrsanteils im Alpenraum
- Bahn als attraktive Alternative zum Lkw herausstellen: Fundierte Entscheidungsgrundlage insb. für KMU durch neutrale Schnittstellenfunktion zwischen Transportanbietern und -nachfragern
- Umwelt schonen: Entlastung der Straße, Vermeidung von Staus an der Grenze im Alpentransit, Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen
SPIN-ALP bietet mit seinem Gesamtkonzept ein umfassendes Modell, welches sich aus drei anwenderorientierten Modulen zusammensetzt:
- SPIN-ALP Manual als elektronisches Handbuch zur Planung intermodaler Transporte mit Basisinformationen zum intermodalen Verkehr und Entwicklung strategischer Entscheidungsgrundlagen.
- SPIN-ALP Planner als Software zur intermodalen Transportplanung mit verfügbaren Angeboten und Fahrplänen.
- SPIN-ALP Trainer als begleitendes Benutzerhandbuch zur Durchführung von Verlagerungsanalysen, das bei der Einführung und Anwendung der Software den Nutzer (Berater und Kunde) unterstützt.
Mit den SPIN-ALP Modulen können zielgerichtet und effizient Verlagerungsanalysen auf Betriebsebene durchgeführt werden. Kern der Forschungsarbeiten stellte dabei die Entwicklung des Spin ALP Planners dar, der die folgenden Forschungsschwerpunkt beinhaltete:
- Abbildung eines vollständigen Modells mit Stammdaten zum intermodalen Verkehr (Infrastruktur, Fahrpläne, Terminals etc.)
- Entwicklung eines intermodalen Router auf Haus-Haus-Ebene
- Eine konsistente Kostenberechnungsmethodik zur Bewertung intermodaler Alternativen
Mit speziellen Funktionen, Schnittstellen und Algorithmen ist die Software speziell auf die Anforderungen alpenquerender Transporte zugeschnitten, und bietet dem Planer alle Möglichkeiten intermodale Alternativen zu analysieren und zu planen. Eine Aufgabe, die sich zuvor nur manuell und für jeden einzelnen Verkehrsträger und Tourabschnitt getrennt lösen ließ.
Das SPIN ALP Konzept wurde in 8 Fallbeispielen in Deutschland, 4 in Österreich und 4 in der Schweiz getestet. Die zentrale Forschungshypothese konnte dabei bestätigt werden; Eine größere Transparenz zu verfügbaren Transportalternativen erhöht die Bereitschaft zur Nutzung intermodaler Verkehrsträger. Die Praxispartner hoben insbesondere die Genauigkeit und Plausibilität der gewonnen Ergebnisse hervor. Für Operateure liegen die Vorteile dabei in der Angebotsplanung, während Verlader den Hauptnutzen in der Planung ihrer Netzwerkstrukturen und in der Vorbereitung für Ausschreibungen sehen.
Abschlussveranstaltung Intelligente Logistik
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Intelligente Logistik“ fand am 20. und 21. September 2011 in Berlin statt.
Im Mittelpunkt standen Projektpräsentationen sowie die Ergebnisse der Evaluation.
Zu den Vorträgen...
Ansprechpartnerin:
silke.kremer(at)de.tuv.com

